Geschichte

 

Laut Standard auch als "Black and Tan Terrier" bezeichnet, ist der English Toy Terrier vermutlich die älteste englische Zwerghundrasse. Seine Rassegeschichte ist mit der des Manchester Terriers bis zum Jahr 1862 identisch, als man die damals bereits unter dem Namen "Black and Tan Terrier" ausgestellten Hunde in drei Gewichtsklassen unterteilte.

 

Der dann unter dem Namen "Miniatur Black and Tan Terrier" bekannte Hund war als "professioneller" Rattenbeißer besonders beliebt.

 

Zum Vergnügen der wettsüchtigen Cockneys in den Slums von London hetzte man sie in kleineren Arenen, die man schnell in Pubs einrichten konnte, auf Ratten. Blitzschnell und zielsicher packten sie zu und töteten die verhassten Nager, die häufig fast ebenso groß waren wie sie. Sieger war, wer in der kürzesten Zeit die meisten Ratten getötet hatte. Klein genug, um in der Rock- oder Manteltasche getragen zu werden, war dieser Hund zudem der beste Schutz gegen Taschendiebe, die ihre Augen auf den Wettgewinn geworfen hatten. Später avancierte der English Toy Terrier zum "Damenhund". Dann kam er ganz aus der "Mode", und es kam eine Zeit, da er sogar vom Aussterben bedroht war.

In Deutschland wurden die ersten Importe dieser Rasse 1977 in das Zuchtbuch eingetragen. 1984 jedoch, mit der Eintragung Nr. 17 im Zuchtbuch, endete die Zucht deutscher English Toy Terrier. Mit neuen Importen, die Anfang der 90-er Jahre zum ersten Mal auf Ausstellungen in Deutschland gezeigt wurden, sind  wenige Würfe gemacht worden. Und heute gibt es nur einen sehr kleinen Kreis engagierter Liebhaber der Rasse, der in kleinem Rahmen züchtet.

 

Trotz seiner geringen Größe ist der English Toy Terrier, entsprechend seinem ehemaligen Verwendungszweck, ein mutiger, kleiner Hund, der immer freundlich und fröhlich ist. Er ist flink und lebhaft und seinem Herrn treu ergeben. Sein Wert als Wachhund darf nicht unterschätzt werden; so klein er ist, kann er doch aufmerksam jeden ungewöhnlichen Umstand melden.

 

Durch sein kurzes, glattes und glänzendes Haarkleid, das mit seiner schwarzen Grundfarbe und den typischen lohfarbenen Markierungen einen der besonderen Reize des English Toy Terriers ausmacht, ist er ein äußerst pflegeleichter Hund, der lediglich regelmäßig gebürstet und höchstens ab und zu mit einem feuchten Ledertuch abgerieben werden muss. (Text tw. vom KfT Rasseportrait)

Standard

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Gesundheit

Man kann ja häufig aufgrund von Fotos gar nicht sagen, wie groß der abgebildete ETT in natura wirklich ist. Insbesondere Leute, die ihn noch nie gesehen haben, stellen sich anhand eines Fotos eher einen größeren Hund vor, es sei denn, man hat irgendeinen Gegenstand oder Körper als Vergleichsmaßstab daneben. Das liegt daran, daß es sich um einen völlig normal proportionierten Hund handelt. Kleinhunde haben häufig kurze Beine, Apfelköpfe oder eher kurze Körper und daran erkennt man dann auch die kleine Rasse. Das alles ist beim ETT nicht vorhanden und aus diesem Grund kommen einige Erberkrankungen, die mit solchen Erscheinungen einher gehen, schon mal gar nicht vor. Gleiches gilt für Erkrankungen, die mit Hautfalten oder langem Fell einher gehen.

 

Allerdings müssen alle Hunde vor einem Zuchteinsatz auf Patellaluxation untersucht werden. Die Untersuchung darf nur von speziell für diese Untersuchung geschulten und vom KfT (Klub für Terrier) anerkannten Tierärzten durchgeführt werden. Da sich an dieser anatomisch bedingten Situation normalerweise auch nichts mehr ändert, muß die Untersuchung nur einmal durchgeführt werden. Selbstverständlich kann ein Welpenkäufer sich dieses Dokument auch zeigen lassen. 

 

Außerdem gibt es sowohl in englischen als auch in amerikanischen Linien gelegentliche Fälle von PRA, einer erblichen Augenerkrankung, die zur Erblindung führen kann. Wen das erschreckt, der sei darauf hingewiesen, daß es sehr viele Rassen und natürlich auch Mischlinge derselben gibt, die Erkrankungen des Auges leiden können und der ETT hier keineswegs eine Sonderstellung einnimmt. Hier sei auch auf die Ausführungen von Thomas Teller zu den verschiedenen Augenerkrankungen verwiesen. Auch diese Untersuchung darf beim KfT nur von speziellen Augenärzten für Tiere durchgeführt werden (Dormunder Kreis). Bislang gibt es keine zwingende Verpflichtung zur Untersuchung der Augen der Elterntiere vor einem Zuchteinsatz. Dennoch lassen verantwortungsbewußte Züchter diese Untersuchung regelmäßig (empfohlen wird jährlich) von einem enstprechend qualifizierten Tierarzt durchführen, denn leider kommt es häufig erst in höherem Alter zu einem Befund.  Eine einmalige Untersuchung in jungem Alter hat keine dauerhafte Aussagekraft! Vielmehr ist es wichtig, den älteren Hund untersuchen zu lassen. Noch besser ist es daher natürlich, wenn man etwas über die Großeltern herausfinden kann. Das gestaltet sich aber häufig als sehr schwierig!   Nichtsdestotrotz kann man einem Welpenkäufer aufgrund der Tragweite dieser Erkrankung (Blindheit im Alter) nur raten, den Züchter zumindest zu den Elterntieren zu befragen.

 

Die dritte Erkrankung, die genannt werden muß, ist die juvenile Cardiomyopathie. Zunächst fällt die Erkrankung gar nicht auf, bis dann der Hund im jugendlichen Alter an einem plötzlichen Herztod stirbt. Bislang ist diese Erberkrankung meines Wissens ausschließlich in amerikanischen Linien aufgetreten und man bemüht sich zur Zeit insbesondere in Canada fieberhaft, die genetischen Trägerlinien zu ermitteln. Leider sind aber nicht alle Züchter zur Mitarbeit bereit.

 

Als viertes sei noch Legg Perthes Desease genannt, hier eine Erklärung dazu: http://www.homegdecor.com/pet/de/2466.html. Auch diese Erkrankung kommt meines Wissens bislang nur in amerikanischen Linien vor, da es sich ja um TOY Manchester Terrier handelt und diese Erkrankung bei den Manchester Terriern (nicht aber bei den English Toy Terriern) vorkommt. Da es seit wenigen Jahren erlaubt ist, diese Linien in der ETT-Zucht zu verwenden, spielt die Krankheit bislang hier auch keine Rolle.

Unseren nächsten Wurf planen wir für 2018

 

Elva ist am 11. November 2016 Mutter geworden.

 

Inzwischen sind alle Welpen in ihr neues Zuhause umgezogen und haben sich dort gut eingelebt.

 

Wir werden schauen, wie ihre Tochter Cinny sich entwickelt.



 



 



 

Letzte Aktualisierung: 6.2.2017


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